Amazonica Hintergrund
Mitten um die Erde verläuft der Lebensnerv unseres Planeten: der tropische Regenwald. Dieses Barometer für alles Leben fällt und fällt.

In Asien sind die tropischen Urwälder fast völlig zerstört und in Afrika zu einem überwiegenden Teil. Der letzte große Regenwald, den wir als Menschheit haben, liegt im Amazonasbecken Südamerikas. Er wird „die Lunge der Welt“ genannt. Doch auch vor diesem Lebensnerv macht der tägliche Raubbau nicht Halt.

Das Amazonasbecken birgt das größte und wichtigste Waldökosystem der Welt. Es bewahrt und erneuert ein Drittel des gesamten Süßwassers der Erde. Diese letzte Reserve wird immer wichtiger, denn schon jetzt haben zwei Drittel der Menschheit nicht genügend oder kein sauberes Trinkwasser (nach Meinung der Weltbank wird in 20 Jahren Trinkwasser so teuer sein wie heute Erdöl). Der Einfluss des ökologischen Gleichgewichts im tropischen Regenwald auf unsere Umwelt ist unbestritten. Intakter Tropenwald ist das effizienteste Depot für CO2 und andere klimaschädliche Gase. Die verheerenden Auswirkungen, die das Abholzen der Urwälder auf das Weltklima hat, sind inzwischen überall zu spüren. Nur der intakte, funktionstüchtige Wald fördert weltweit gesundes Klima, genügend sauberes Trinkwasser, ausreichend Nahrung und damit sinnvolles Leben und Arbeiten für die nächsten Generationen.

Wer aber soll dem Raubbau Einhalt gebieten, wer kann die Natur des Urwalds schützen?

Die Indiovölker, die im Amazonasbecken leben, sind am besten in der Lage, ihren Wald vor schädlichen Einflüssen zu bewahren und ihn für die gesamte Menschheit zu erhalten. Sie sind die geborenen Waldhüter und sie sind bereit dazu. Die Ureinwohner Amazoniens sehen ihre Zukunft im Wald. Sie wollen mit ihrem Wald und ihren Traditionen zeitgemäß leben. Ausbildung, Gesundheit, Produktion und umweltverträgliche Technologien sind das Interesse Hunderttausender Indios in den Waldgemeinden fernab vom Straßennetz.
 
Diese Menschen zu fördern, gebieten Herz und Verstand, denn wir teilen eine gemeinsame Zukunft.
 
 
Zahlen zur indigenen Waldbevölkerung Amazoniens

Fast 2 Millionen Indianer leben abseits des Straßennetzes. Sie gehören zu 400 Völkern von unterschiedlichen Größen, Sprachen und Kulturen. Zu einem Volk können zwischen 500 und 100.000 Menschen zählen. Ihr traditioneller Lebensraum verteilt sich auf die Waldgebiete der 8 Anrainerstaaten des Amazonasbeckens: Brasilien, Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Guyana und Suriname.
 
 
INDIO-HILFE e.V.
 
Weiterer Hintergrund für die aktuelle Arbeit von AMAZONICA sind die Erfahrungen und Erfolge über mehr als 25 Jahre, die Mascha Kauka und ihr Team aufzuweisen haben. Mit Familie und Freunden wurde 1982 die gemeinnützige INDIO-HILFE gegründet. Sie begann die Arbeit mit dem Volk der Chachi-Indios (7000 Angehörige) im Regenwald der ecuadorianischen Pazifikküste.
INDIO-HILFE ist der Wegbereiter und wichtigste Partner von AMAZONICA.
In der großen AMAZONICA-Familie ist INDIO-HILFE der Profi vor Ort. Die Organisation begleitet die Maßnahmen des Förderungsprogramms für die Indiobevölkerung in den Waldgemeinden.

INDIO-HILFE ist ein privater, gemeinnütziger Verein, religiös, politisch und wirtschaftlich unabhängig.

INDIO-HILFE hat einen Kooperationsvertrag mit der Regierung von Ecuador. Zur Betreuung der vielfältigen Projekte wurde 1991 eine Stiftung in Quito, Ecuador, gegründet: FACISA - Fundación Alemana de Cooperación Indígena en Sudamérica.